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Berufsakademie für Gesundheits- und Sozialwesen Saarland - staatlich anerkannt

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Studieninhalte und Struktur

 

Studieninhalte und Struktur

Der Studiengang Pflege hat im Oktober 2012 den Studienbetrieb aufgenommen und beginnt jeweils zum Wintersemester eines Jahres. Im Rahmen der Modellklauseln in den jetzigen Berufegesetze sollen innovative und zukunftsweisende Modelle entwickelt werden, wie die Gesundheitsfachberufe in Deutschland an die europäischen Strukturen der Ausbildung angepasst werden können und wie die Inhalte der Berufsbilder weiterentwickelt werden können, so dass

  • eine flächendeckende pflegerische Versorgung der Bevölkerung auf hohem Niveau sichergestellt werden kann,
  • die Kompetenzen der professionell Pflegenden an neue Bedarfslagen angepasst werden können,
  • die Eigenverantwortlichkeit der Berufsangehörigen so gestärkt wird, dass die im Rahmen der gesetzlich geforderten Aufgabenneuverteilung im Gesundheitswesen formulierten Anforderungsprofile realisiert werden können,
  • Menschen sich auf professionelle Pflege einlassen können und 
  • Pflege gesellschaftlich über Krankheit und Bedürftigkeit hinaus gedacht wird als zentraler Faktor der Gesundherhaltung und der Gesundheitsförderung.


Der Studiengang überwindet durch seine Konzeption die bisherige Trennung von Altenpflege und Gesundheits- und Krankenpflege und eröffnet die europäische Perspektive einer gemeinsamen pflegerischen Grundausbildung mit Differenzierungsangeboten nach Studienabschluss.


Zu den Aufgaben eines/r Gesundheits- und Krankenpfleger/in und Altenpfleger/in gehören:

  • umfassende pflegerische Versorgung pflegebedürftiger Menschen aller Lebensphasen,
  • Anleiten und Beraten von Patienten und  Angehörigen in spezifischen pflegerischen Fragestellungen,
  • Unterstützung von Menschen mit Hilfebedarf,
  • Assistenz im Rahmen cotherapeutischem und interdiziplinärem Behandlungsgeschehen,
  • Erhebung von Pflegebedarfen und die Planung von therapeutischen Interventionen,
  • Durchführung und Evaluation (Bewertung) von Pflegemaßnahmen
  • Gesundheitsberatung und Anleitung zu gesunder Lebensgestaltung
  • In Rahmen der Modellprojekte nach §63 erfolgt eine Übetragung heilkundlicher Tätigkeit und Leistungsverordnung an professionell Pflegende wie z.B. die eigenständige Versorgung von chronischen Wunden.

 

Pflegekonzepte und  -interventionen

 

Im Rahmen der Studiums lernen die Studierenden vielfältige Pflegkonzepte kennen und auf die jeweilige Bedarfslage von Bewohner und Patienten anzuwenden und in der spezifischen Situation zu modifizieren.
Ausgehend von der Bedürfnissen und konstitutionellen Bedingungen gesunder Menschen und auch der eigenen Person erlernen die Studierenden die Transferleistungen auf die Bedingungen und Lebensbedürfnisse kranker und pflegebedürftiger Menschen ab zu stimmen. Dazu bedarf es eines hohen Maßes an Reflexionsfähigkeit und professionellem Regelwissen.

Zentrale Paradigmen (Sichtweisen) sind

  • Wahrung und Förderung der Selbstbestimmtheit der Ihnen anvertrauten Menschen (Autonomie)
  • Was hält Menschen gesund und wie kann Gesundheitsförderung geschehen (Salutogenese)
  • Krankheit ist ein vielschichtiges Geschehen, das sich aus unterschiedlichen Faktoren generiert (holistische Perspektive)
  • Der Patient/Bewohner ist Handelnder in einem sozialen Kontext (Systemdenken)

 

Pflegerische Einsatzbereiche


Pflege ist äußerst vielfältig und abwechslungsreich. Patienten und Klienten sind
•    Säuglinge, Kinder, Jugendliche  
•    Erwachsene und alte Menschen
•    weiblichen und männlichen Geschlechts


Pflegende arbeiten in
•    Allgemeinen Akut-Krankenhäusern, Spezial-Kliniken und Rehabilitationszentren,
•    Seniorenheimen, Tages- und Nachtkliniken
•    ambulanten Diensten, Therapiezentren und sonstigen Einrichtungen des Gesundheitswesens
•    zunehmend auch in Forschung und Lehre.


Die Arbeitsbereiche liegen in der
•    Innere Medizin und Neurologie
•    Orthopädie,  
•    Traumatologie und  Unfallchirurgie,  
•    Pädiatrie,  Gynäkologie und  Geriatrie,
•    Schmerztherapie, Onkologie und  Palliative Care,  
•    Psychiatrie und Psychosomatik
•    Fachdisziplinen unterschiedlichster Ausrichtung wie HNO, Augen usw.

Studium


Das Studium der Pflege beinhaltet Fachbereiche wie

•    Anatomie, Physiologie, Pathologie,
•    Pflegerische Diagnostik, - Planung und – Interventionen
•    Kommunikation,  Soziologie, Pädagogik, Psychologie,
•    Bewegungslehre
•    Historische berufliche und institutionelle Entwicklung der Pflege
•    Rahmenbedingungen, Strukturen und Prozesse der Versorgung
•    Grundlagen Ansätze und Entwicklung der Therapiewissenschaften
•    Hygiene, Erste Hilfe und Verbandtechnik
•    Grundlagen und Techniken wissenschaftlichen Arbeiten,
•    Grundlagen empirischer Forschung und –Methoden

Neben den theoretischen Studien sind auch verschiedene berufsspezifische Praktika in verschiedenen klinischen Fachgebieten zu absolvieren, wie z.B.
•    Geriatrie
•    Chirurgie
•    Innere Medizin  
•    Pädiatrie
•    Gynäkologie
•    Neurologie
•    Psychiatrie
•    und andere Fachdisziplinen wie Orthopädie usw.

 

Eine Übersicht über die Module des Studiengangs Pflege finden Sie hier.


Eine Übersicht über die theoretischen und praktischen Stunden der Gesundheits- und Krankenpflege-Ausbildung gemäß Ausbildungs- und Prüfungsverordnung zugeordnet den Modulen des Studiengangs „Pflege" finden Sie hier.


Eine Übersicht über die theoretischen und praktischen Stunden der Altenpflege-Ausbildung gemäß Ausbildungs- und Prüfungsverordnung zugeordnet den Modulen des Studiengangs „Pflege" finden Sie hier.

Modulhandbuch

Das Modulhandbuch zum Studiengang Pflege finden Sie als PDF-Dokument unter diesem Link.

Infobroschüre

Studiengang Pflege

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Adresse

Berufsakademie für Gesundheits- und Sozialwesen Saarland
Konrad-Zuse-Straße 3a
66115 Saarbrücken